"Zügig und ohne Probleme"

Einweihung der neuen Kläranlage – Auch Tag der offenen Tür

Der Festakt mit kirchlicher Segnung der ertüchtigten Kläranlage wurde verbunden mit einem Tag der offenen Tür, an welchem sich die Falkenfelser ein Bild von der neuen Abwassereinrichtung machen konnten. Pfarrer Zimmermann nahm die kirchliche Segnung der Anlage vor.

Neben Vertretern der am Bau beteiligten Firmen und Planungsbüros waren auch der gesamte Gemeinderat, die Gemeindearbeiter und Vertreter der Verwaltung gekommen. Bürgermeister Ludwig Ettl bedankte sich dafür, dass der Bau zügig und ohne Probleme umgesetzt werden konnte. Die Bauoberleitung hatte das Planungsbüro KEB aus Straubing über und wurde vertreten durch die Bauingenieure Lukas Troiber und Josef Fleischmann. Unterstützt wurde das Planungsbüro von Projektanten, insbesondere dem Statikbüro Dietrich aus Zinzenzell.

Die Kläranlage wurde komplett von einer ursprünglich reinen naturbelüfteten Teichanlage in eine sogenannte SBR-Anlage mit elektronischer Steuerung umgewandelt. Nachdem beim Umbau ergänzende Maßnahmen zur Reduzierung des Stickstoffeintrags gemacht wurden, konnte ein Teil der Kosten auch zuwendungsfähig im Sinne der Förderrichtlinien des Freistaates Bayern refinanziert werden.

Der Vorfluter der Kläranlage Falkenfels, die Kößnach, fiel ebenfalls in den Bereich des Maßnahmenprogramms. Durch die gezielte Denitrifizierung und der Sanierung mittels eines Festbettverfahrens wurde eine Zuwendung von knapp 150 000 Euro durch das Wasserwirtschaftsamt Deggendorf in Aussicht gestellt. Die neue SBR-Anlage entspricht einer Belebungsanlage mit Aufstaubetrieb. Das Kennzeichen einer SBR-Anlage ist, dass die biologischen Reinigungsprozesse und die Abtrennung des belebten Schlamms vom gereinigten Abwasser in ein und demselben Becken (Reaktor) stattfinden.

Das gereinigte Abwasser wird dabei chargenweise aus dem Reaktor abgezogen. Die Anlage ist auf 1200 Einwohnergleichwerte ausgelegt. Rund 1000 angeschlossene Personen werden darüber entsorgt. Der Reaktor fasst ein Volumen von rund 800 m2. Die Tiefarbeiten wurden durch die Firma Eberhardt aus Straubing ausgeführt. Der Einbau der Steuerungstechnik mit Visualisierung erfolgte durch die Firma ScharrTec aus Neukirchen. Die Arbeiten am Gebäude wurden ergänzt durch die örtlichen Firmen Blümel und Schmalzl.

Bürgermeister Ettl bedankte sich insbesondere bei den angeschlossenen Grundstückseigentümern für ihr Verständnis, den Großteil der Sanierungskosten über die Ergänzungsbeiträge zu refinanzieren. Als kostenrechnende Einrichtung der Kommune ist dies nach den gemeindlichen Vorschriften notwendig. Der Geschossflächenbeitrag wurde auf sechs Euro pro Quadratmeter festgelegt. Die Ergänzungsbeiträge werden in zwei aufeinanderfolgenden Abschlagszahlungen eingezogen.

Die ursprüngliche Kostenschätzung von rund 1,1 Millionen Euro konnte eingehalten werden. Mit einer Verköstigung der Ehrengäste am EC-Platz schloss der öffentliche Teil der Veranstaltung. Die Anlage selbst stand interessierten Bürgern unter fachlicher Auskunft der Planer und des Ersten Bürgermeister noch den ganzen Tag über zur Besichtigung offen.

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